Depressionen und Suizidneigung bei Teenagern

Jugendliche, die an Depressionen leiden oder zu Selbstmord neigen, haben oft einen Selenmangel, wie die Columbia-Universität New York berichtet. Verantwortlich machen die Wissenschaftler den Alkohol- und Drogenmissbrauch, der in dieser Altersgruppe häufig anzutreffen ist. Er führt zu einem Nährstoffmangel, der insbesondere das Selen und die essenziellen Spurenelemente in Mitleidenschaft zieht.

Zu wenig Selen und zu viel Alkohol wirken sich in Kombination gerade bei Jugendlichen besonders ungünstig aus. Ihr Gehirn reagiert empfindlicher als das Erwachsenengehirn, sodass sich unter den genannten Umständen Depressionen und Suizidneigung leichter entwickeln. Sowohl vorbeugend als auch therapeutisch scheint der Verzehr selenreicher Lebensmittel wie Fleisch (speziell Innereien) und Fisch vielversprechend. Wer weder Fleisch noch Fisch isst, kann auf selenhaltige Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

ADHS
Beim Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom, kurz ADHS, erweist sich die Substitution mit Mineralien, Vitaminen, Aminosäuren und essenziellen Fettsäuren als hilfreich. Das fand die Universität von Canterburry (Neuseeland) heraus. Mit Blick auf die ADHS-Erkrankung wertete sie umfangreiche Daten zu verschiedenen Nährstoffen und pflanzlichen Substanzen aus. Die größte Wirksamkeit zeigte Zink, sodass Betroffene von einer zinkreichen Ernährung profitieren können. Besonders viel Zink findet sich in Austern, Leber, Sonnenblumenkernen und Weizenkleie. Viel Zink ist aber auch in Kalbfleisch, Käse, Cashew- und Paranüssen sowie Haferflocken enthalten.

Schizophrenie
Neben genetischen Faktoren gilt ein biochemisches Ungleichgewicht im Körper als weitere sehr wahrscheinliche Ursache für Schizophrenie. So fanden kanadische Forscher bei schizophrenen Patienten übermäßig viel Adrenochrom (oxidiertes Adrenalin), das auf den Körper ähnlich wirkt wie die Droge LSD. Aufgrund dieser Erkenntnisse behandelten sie die Patienten erfolgreich mit hohen Dosen Vitamin B3, das beispielsweise in Champignons, Erdnüssen, Hähnchenbrust, Heilbutt, Kalbsleber und Thunfisch vorkommt. Es drosselt die Adrenalinproduktion im Körper und kann dadurch erhöhten Adrenochrom-Werten vorbeugen.

Gut gewappnet mit Vitaminen, Mineralien und Fettsäuren
Jeder Einzelne kann durch ausgewogene Ernährung einen wesentlichen Beitrag zu seiner Gesundheit leisten – zur körperlichen wie zur psychischen! Wie der aktuelle Forschungsstand zeigt, kommt hinsichtlich psychischer Erkrankungen den Mineralien Selen und Zink, den Omega-3-Fettsäuren sowie den B-Vitaminen, speziell den Vitaminen B3 und B12, eine besonders große Bedeutung zu. Sie helfen, bestimmten psychischen Störungen gezielt vorzubeugen, und versprechen Besserung bei schon bestehenden Erkrankungen.

Advent, Weihnachten und Silvester kommen gerade recht, um diesbezügliche Ernährungsvorsätze in die Tat umzusetzen. Denn Fisch, Fleisch und Käse, die für eine Versorgung mit den oben genannten Nährstoffen eine wichtige Rolle spielen, lassen sich in festliche Menüs mühelos einbauen. Und Nüsse, die ebenfalls ausgezeichnete Nährstofflieferanten sind, begegnen uns im Nikolausstiefel und auf dem Plätzchenteller ohnehin. So kommen wir bestens durch den Winter – ganz ohne Winter-Blues.

AI




 
 
 

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