Erfolgreiche Gewichtskontrolle durch Lebensmittel mit hohem Proteingehalt und niedrigem glykämischen Index
Autorin: Juniper Devecis MS RD CCN
Ein in der letzten November-Ausgabe des New England Journal of Medicine veröffentlichter Artikel liefert weitere Anhaltspunkte dafür, dass der Verzehr von Nahrungsmitteln mit hohem Proteingehalt und niedrigem glykämischem Index (GI) einer der Hauptfaktoren für die Regulierung und Erhaltung des Körpergewichts sein könnte.1
An der Studie nahmen mehr als 500 übergewichtige Erwachsene aus 8 europäischen Ländern teil. Alle Teilnehmer hatten zuvor durch eine Diät mit täglich 800 bis 1000 Kalorien mindestens 8% ihres Gesamtgewichts abgenommen und wurden dann auf eine Ernährung mit einem niedrigen (13%) oder hohen Proteinanteil (25%) in Kombination mit Nahrungsmitteln mit niedrigem bzw. hohem GI randomisiert. Der Fettgehalt lag bei allen in der Studie untersuchten Lebensmittelkombinationen im mittleren Bereich (insgesamt 25 bis 30%), und die Gesamtkalorienmenge war nicht begrenzt.
Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass ein hoher Proteingehalt und ein niedriger glykämischer Index die Gewichtserhaltung in einem statistisch signifikanten Ausmaß beeinflussen. Teilnehmer, auf deren Speiseplan Nahrungsmittel mit hohem Proteinanteil standen, nahmen im Durchschnitt 2 Pfund weniger an Gewicht zu als diejenigen, die sich proteinärmer ernährten. Zu ähnlichen Resultaten führte auch eine Ernährung mit niedrigem glykämischem Index. Darüber hinaus kam es bei den Teilnehmern in der Gruppe mit hohem Proteinanteil und niedrigem GI während der Erhaltungsphase auch deutlich häufiger zu einer weiteren Gewichtsabnahme. Hinsichtlich des Appetits wurden zwischen den Gruppen keine Unterschiede beobachtet, allerdings könnte dieser Gesichtspunkt zu subtil sein, um exakt gemessen zu werden.2
Diese Ergebnisse spiegeln ähnliche Resultate aus Forschungsarbeiten über die Gewichtskontrolle wider. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2006 fand Zusammenhänge zwischen einer Ernährungsweise, bei der etwa 35 bis 41% der Energie aus Kohlenhydraten aufgenommen wurde und die und > 1,05 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht enthielt, und einer gesunden Gewichtskontrolle und Körperzusammensetzung.
Eine weitere Meta-Analyse über sechs randomisierte kontrollierte Studien kam zu ähnlichen Ergebnissen, nämlich dass eine Ernährung mit niedrigem glykämischem Index sich nicht nur auf diese Aspekte, sondern und auch auf den Lipidstoffwechsel günstig auswirkte. Dies lässt sich sogar auf Vergleiche beliebiger Diäten mit niedrigem GI mit herkömmlichen Diäten mit begrenzter Energiezufuhr durch fettarme Diäten ausdehnen.3
Bei allen Programmen zur Gewichtskontrolle oder -erhaltung muss daher die Zufuhr von Proteinen und Ballaststoffen (mit niedrigem GI) sichergestellt werden. Diese Nährstoffe sorgen dafür, dass Glukose langsamer in den Blutkreislauf abgegeben wird, und stimulieren den Glukosestoffwechsel. Immer mehr wissenschaftliche Arbeiten deuten darauf hin, dass eine Ernährung mit niedrigem glykämischem Index ein ganz wesentlicher Faktor ist, um das Herz-Kreislauf-System, die Zellen und den Stoffwechsel gesund zu erhalten.4
Literatur
Autorin: Juniper Devecis MS RD CCN
Ein in der letzten November-Ausgabe des New England Journal of Medicine veröffentlichter Artikel liefert weitere Anhaltspunkte dafür, dass der Verzehr von Nahrungsmitteln mit hohem Proteingehalt und niedrigem glykämischem Index (GI) einer der Hauptfaktoren für die Regulierung und Erhaltung des Körpergewichts sein könnte.1An der Studie nahmen mehr als 500 übergewichtige Erwachsene aus 8 europäischen Ländern teil. Alle Teilnehmer hatten zuvor durch eine Diät mit täglich 800 bis 1000 Kalorien mindestens 8% ihres Gesamtgewichts abgenommen und wurden dann auf eine Ernährung mit einem niedrigen (13%) oder hohen Proteinanteil (25%) in Kombination mit Nahrungsmitteln mit niedrigem bzw. hohem GI randomisiert. Der Fettgehalt lag bei allen in der Studie untersuchten Lebensmittelkombinationen im mittleren Bereich (insgesamt 25 bis 30%), und die Gesamtkalorienmenge war nicht begrenzt.
Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass ein hoher Proteingehalt und ein niedriger glykämischer Index die Gewichtserhaltung in einem statistisch signifikanten Ausmaß beeinflussen. Teilnehmer, auf deren Speiseplan Nahrungsmittel mit hohem Proteinanteil standen, nahmen im Durchschnitt 2 Pfund weniger an Gewicht zu als diejenigen, die sich proteinärmer ernährten. Zu ähnlichen Resultaten führte auch eine Ernährung mit niedrigem glykämischem Index. Darüber hinaus kam es bei den Teilnehmern in der Gruppe mit hohem Proteinanteil und niedrigem GI während der Erhaltungsphase auch deutlich häufiger zu einer weiteren Gewichtsabnahme. Hinsichtlich des Appetits wurden zwischen den Gruppen keine Unterschiede beobachtet, allerdings könnte dieser Gesichtspunkt zu subtil sein, um exakt gemessen zu werden.2
Diese Ergebnisse spiegeln ähnliche Resultate aus Forschungsarbeiten über die Gewichtskontrolle wider. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2006 fand Zusammenhänge zwischen einer Ernährungsweise, bei der etwa 35 bis 41% der Energie aus Kohlenhydraten aufgenommen wurde und die und > 1,05 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht enthielt, und einer gesunden Gewichtskontrolle und Körperzusammensetzung.
Eine weitere Meta-Analyse über sechs randomisierte kontrollierte Studien kam zu ähnlichen Ergebnissen, nämlich dass eine Ernährung mit niedrigem glykämischem Index sich nicht nur auf diese Aspekte, sondern und auch auf den Lipidstoffwechsel günstig auswirkte. Dies lässt sich sogar auf Vergleiche beliebiger Diäten mit niedrigem GI mit herkömmlichen Diäten mit begrenzter Energiezufuhr durch fettarme Diäten ausdehnen.3
Bei allen Programmen zur Gewichtskontrolle oder -erhaltung muss daher die Zufuhr von Proteinen und Ballaststoffen (mit niedrigem GI) sichergestellt werden. Diese Nährstoffe sorgen dafür, dass Glukose langsamer in den Blutkreislauf abgegeben wird, und stimulieren den Glukosestoffwechsel. Immer mehr wissenschaftliche Arbeiten deuten darauf hin, dass eine Ernährung mit niedrigem glykämischem Index ein ganz wesentlicher Faktor ist, um das Herz-Kreislauf-System, die Zellen und den Stoffwechsel gesund zu erhalten.4
Literatur
- Larsen TM, Dalskov SM, van Baak M, et al. Diets with high or low protein content and glycemic index for weight-loss maintenance. N Engl J Med. 2010 Nov 25;363(22):2102-13.
- Krieger JW, Sitren HS, Daniels MJ, Langkamp-Henken B. Effects of variation in protein and carbohydrate intake on body mass and composition during energy restriction: a meta-regression Am J Clin Nutr. 2006 Feb;83(2):260-74.
- Thomas DE, Elliott EJ, Baur L. Low glycaemic index or low glycaemic load diets for overweight and obesity. Cochrane Database Syst Rev. 2007 Jul 18;(3):CD005105.
- Barclay AW, Petocz P, McMillan-Price J, et al. Glycemic index, glycemic load, and chronic disease risk--a meta-analysis of observational studies. Am J Clin Nutr. 2008 Mar;87(3):627-37.