Die Bedeutung probiotischer Nahrungsergänzungsmittel
für Kinder
Autor: Alan R. Gaby, M.D.
Probiotika enthalten "freundliche" Mikroorganismen (in der Regel Bakterien oder Hefen), die im Magen-Darm-Trakt oder auf anderen Schleimhäuten überleben können und denen eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Es wird vermutet, dass der positive Einfluss der probiotischen Organismen auf Verdauung und Immunsystem darauf beruht, dass sie mit pathogenen Mikroorganismen um die Bindungsstellen auf der Schleimhautoberfläche konkurrieren.*
Probiotische Nahrungsergänzungsmittel haben sich in zahlreichen Studien als hilfreich gegen bestimmte Durchfallerkrankungen bei Kindern erwiesen. In einer doppelt verblindeten Studie erhielten 200 Kinder fünf Tage lang einmal täglich 250 mg Saccharomyces boulardii. In einer weiteren, ebenfalls doppelblinden Studie wurden 269 Kinder auf zweimal täglich 250 mg S. boulardii randomisiert.1 S. Boulardii führte in beiden Studien mit statistischer Signifikanz zu einer gesunden Darmpassagezeit.*
Der Nutzen von Probiotika bei Kindern beschränkt sich jedoch nicht auf den Magen-Darm-Trakt. Diverse Organismen wurden darüber hinaus zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt. In einer Studie erhielten 571 gesunde Kinder (im Alter zwischen 1 und 6 Jahren) in Kindertagesstätten über den Winter hinweg sieben Monate lang nach dem Zufallsprinzip Milch mit bzw. ohne Lactobacillus GG. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass L. GG sich in einem statistisch signifikanten Umfang vorteilhaft auf die Gesundheit der Atemwege auswirkte.2
In einer anderen Studie wurden 201 gesunde Säuglinge in Kinderkrippen in einer doppelblinden Versuchsanordnung für eine Dauer von 12 Wochen auf eine mit B. lactis oder L. reuteri angereicherte bzw. eine probiotikafreie Babynahrung randomisiert. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine Nahrungsergänzung mit Probiotika die Gesundheit insgesamt, die Immunfunktion und das Verdauungssystem statistisch signifikant positiv beeinflussen kann.3*
Außerdem wirkte sich eine Nahrungsergänzung mit probiotischen Stämmen vorteilhaft auf die kindliche Zahngesundheit aus. Hierfür wurden in einer Studie 594 Kinder auf Milch mit bzw. ohne Zusätze von L. GG randomisiert. Es stellte sich heraus, dass eine probiotische Nahrungsergänzung die Zahngesundheit in einem statistisch signifikanten Ausmaß förderte; dies war bei Kindern zwischen 3 und 4 Jahren besonders ausgeprägt.
Die Wirkung von L. GG könnte darauf beruhen, dass er das Wachstum von Streptococcus mutans hemmt.4 Der Stamm Streptococcus salivarius K12 war sogar drei Wochen nach Verabreichung in Form einer Pastille5 noch in der Mundhöhle nachweisbar, ein Indiz dafür, dass dieser Stamm durch Verdrängung anderer Oralbakterien die Zahngesundheit fördert. Von S. salivarius K12 ist bereits bekannt, dass er auch vor Krankheiten im HNO-Bereich schützen kann.6*
Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass eine probiotische Nahrungsergänzung eine lohnende Strategie zu sein scheint, um die Gesundheit von Kindern zu schützen. In diversen klinischen Studien wurde bereits ein breites Spektrum probiotischer Stämme untersucht, und aus den Ergebnissen geht hervor, dass die verschiedenen Stämme je nach Gesundheitszustand des Wirtsorganismus möglicherweise unterschiedlich wirken. Daher besteht noch weiterer Forschungsbedarf, um diese Mittel noch eingehender zu untersuchen.
Literatur:
*Diese Ausführungen sind durch die Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimittlel (FDA) nicht bewertet worden. Diese Produkte wurden nicht aufgeführt um Krankheit zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.
für Kinder
Autor: Alan R. Gaby, M.D.
Probiotika enthalten "freundliche" Mikroorganismen (in der Regel Bakterien oder Hefen), die im Magen-Darm-Trakt oder auf anderen Schleimhäuten überleben können und denen eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Es wird vermutet, dass der positive Einfluss der probiotischen Organismen auf Verdauung und Immunsystem darauf beruht, dass sie mit pathogenen Mikroorganismen um die Bindungsstellen auf der Schleimhautoberfläche konkurrieren.*
Probiotische Nahrungsergänzungsmittel haben sich in zahlreichen Studien als hilfreich gegen bestimmte Durchfallerkrankungen bei Kindern erwiesen. In einer doppelt verblindeten Studie erhielten 200 Kinder fünf Tage lang einmal täglich 250 mg Saccharomyces boulardii. In einer weiteren, ebenfalls doppelblinden Studie wurden 269 Kinder auf zweimal täglich 250 mg S. boulardii randomisiert.1 S. Boulardii führte in beiden Studien mit statistischer Signifikanz zu einer gesunden Darmpassagezeit.*
Der Nutzen von Probiotika bei Kindern beschränkt sich jedoch nicht auf den Magen-Darm-Trakt. Diverse Organismen wurden darüber hinaus zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt. In einer Studie erhielten 571 gesunde Kinder (im Alter zwischen 1 und 6 Jahren) in Kindertagesstätten über den Winter hinweg sieben Monate lang nach dem Zufallsprinzip Milch mit bzw. ohne Lactobacillus GG. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass L. GG sich in einem statistisch signifikanten Umfang vorteilhaft auf die Gesundheit der Atemwege auswirkte.2
In einer anderen Studie wurden 201 gesunde Säuglinge in Kinderkrippen in einer doppelblinden Versuchsanordnung für eine Dauer von 12 Wochen auf eine mit B. lactis oder L. reuteri angereicherte bzw. eine probiotikafreie Babynahrung randomisiert. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine Nahrungsergänzung mit Probiotika die Gesundheit insgesamt, die Immunfunktion und das Verdauungssystem statistisch signifikant positiv beeinflussen kann.3*
Außerdem wirkte sich eine Nahrungsergänzung mit probiotischen Stämmen vorteilhaft auf die kindliche Zahngesundheit aus. Hierfür wurden in einer Studie 594 Kinder auf Milch mit bzw. ohne Zusätze von L. GG randomisiert. Es stellte sich heraus, dass eine probiotische Nahrungsergänzung die Zahngesundheit in einem statistisch signifikanten Ausmaß förderte; dies war bei Kindern zwischen 3 und 4 Jahren besonders ausgeprägt.
Die Wirkung von L. GG könnte darauf beruhen, dass er das Wachstum von Streptococcus mutans hemmt.4 Der Stamm Streptococcus salivarius K12 war sogar drei Wochen nach Verabreichung in Form einer Pastille5 noch in der Mundhöhle nachweisbar, ein Indiz dafür, dass dieser Stamm durch Verdrängung anderer Oralbakterien die Zahngesundheit fördert. Von S. salivarius K12 ist bereits bekannt, dass er auch vor Krankheiten im HNO-Bereich schützen kann.6*
Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass eine probiotische Nahrungsergänzung eine lohnende Strategie zu sein scheint, um die Gesundheit von Kindern zu schützen. In diversen klinischen Studien wurde bereits ein breites Spektrum probiotischer Stämme untersucht, und aus den Ergebnissen geht hervor, dass die verschiedenen Stämme je nach Gesundheitszustand des Wirtsorganismus möglicherweise unterschiedlich wirken. Daher besteht noch weiterer Forschungsbedarf, um diese Mittel noch eingehender zu untersuchen.
Literatur:
- Kotowska M, Albrecht P, Szajewska H. Saccharomyces boulardii in the prevention of antibiotic-associated diarrhoea in children: a randomized double-blind placebo-controlled trial. Aliment Pharmacol Ther 2005;21:583-590.
- Hatakka K, Savilahti E, Ponka A, et al. Effect of long term consumption of probiotic milk on infections in children attending day care centres: double-blind, randomised trial. BMJ 2001;322:1327-1329.
- Weizman Z, Asli G, Alsheikh A. Effect of a probiotic infant formula on infections in child care centers: comparison of two probiotic agents. Pediatrics 2005;115:5-9.
- Nase L, Hatakka K, Savilahti E, et al. Effect of long-term consumption of a probiotic bacterium, Lactobacillus rhamnosus GG, in milk on dental caries and caries risk in children. Caries Res 2001;35:412-420.
- Horz HP, Meinelt A, Houben B, Conrads G. Distribution and persistence of probiotic Streptococcus salivarius K12 in the human oral cavity as determined by real-time quantitative polymerase chain reaction. Oral Microbiol Immunol 2007;22:126-30.
- Cosseau , Devine DA, Dullaghan E, et al. The commensal Streptococcus salivarius K12 downregulates the innate immune responses of human epithelial cells and promotes host-microbe homeostasis. Infect Immun 2008;76:4163-4175.
*Diese Ausführungen sind durch die Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimittlel (FDA) nicht bewertet worden. Diese Produkte wurden nicht aufgeführt um Krankheit zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.